Dr. Marianne Huguenin, Stadtpräsidentin Renens VD
29.05.2006 - 14:55 Uhr
Wie stehen Sie persönlich und politisch zum Partnerschaftsgesetz der Schweiz?
J’ai soutenu activement la loi sur le partenariat, en disant clairement
à cette occasion que je la soutenais non pas seulement en tant que
médecin, conseillère nationale et municipale de ma ville de Renens,
mais en tant que femme homosexuelle. En Suisse romande, il n’y a que
très peu de politicien-ne-s qui sont connus comme homosexuels, et cette
déclaration a fait grand bruit. Durant cette campagne, je n’ai jamais
esquivé non plus le débat sur l’homoparentalité : tout en disant qu’il
n’était pas actuel dans la loi, et qu’il faudra débattre et convaincre,
que l’interdiction d’adoption en particulier ne se justifie pas.
Personnellement, je fais partie d’une génération qui ne s’est pas
identifiée au mariage, à un quelconque mariage, et la question ne se
pose de toute façon pas actuellement !
de:
Ich habe das Partnerschaftsgesetz
aktiv unterstützt und bei dieser Gelegenheit immer klar gesagt, dass
ich dies nicht nur als Ärztin, Nationalrätin und Stadträtin von Renens
tue, sondern auch als homosexuelle Frau. In der französischen Schweiz
gibt es nur sehr wenige Politikerinnen oder Politiker, die als
homosexuell bekannt sind, und so hat meine Erklärung einiges ausgelöst.
Während der ganzen Kampagne bin ich nie ausgewichen, auch nicht beim
Thema der homosexuellen Elternschaft. Immer mit dem Vermerk, dass diese
im Partnerschaftsgesetz kein Thema ist habe ich darauf hingewiesen,
dass man darüber noch debattieren und Überzeugungsarbeit leisten muss
und dass es keinen Grund dafür gibt, homosexuellen Paaren die Adoption
grundsätzlich zu verweigern. Persönlich gehöre ich einer Generation an,
die mit der Ehe wenig anfangen kann, mit welcher Art der Ehe auch
immer, und die Frage stellt sich für mich derzeit ohnehin nicht!
Werden Sie in Ihrem Umfeld lesbische und heterosexuelle Frauen gleichermassen fördern?
Bien évidemment oui ! je viens d’être élue comme syndique de ma ville
de Renens, à peine un an après cette visibilité qui est apparue dans
tous les médias romands lors de la campagne sur le PACS, et je
n’imagine aucunement discriminer une femme qui mettrait en avant le
fait qu’elle est homosexuelle !
de:
Selbstverständlich ja! Ich bin soeben
zur Stadtpräsidentin gewählt worden, knapp ein Jahr nachdem ich im
Rahmen der Kampagne zum Partnerschaftsgesetz in allen Medien der
französischen Schweiz öffentlich als homosexuelle Frau sichtbar
geworden bin. Ich kann mir unmöglich vorstellen, eine Frau zu
diskriminieren, die die Tatsache, dass sie homosexuell ist, in den
Vordergrund stellt.
Geben Sie allen Frauen die Möglichkeit, ihre Identitäten selbstverständlich zu erkennen zu geben?
Mon coming-out fait que celles qui désirent faire connaître leur
identité homosexuelle le font facilement. Mais je pense qu’il faut
aussi donner le droit à celles qui ne désirent pas être reconnues de ne
pas l’être !
de:
Mein eigenes Coming-out hat bewirkt,
dass diejenigen die ihre Homosexualität bekannt geben wollen, dies
problemlos tun. Aber ich denke, dass man denjenigen, die dies nicht
wollen, dieses Recht auch einräumen muss.
Merci et meilleures salutations à vous toutes, merci pour le travail !
Danke und die besten Wünsche an Euch alle, danke für Eure Arbeit !
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