Ruth Genner, Nationalrätin Kt. Zürich

09.06.2006 - 14:58 Uhr



Wie stehen Sie persönlich und politisch zum Partnerschaftsgesetz der Schweiz?


Persönlich habe ich mich sehr für das Partnerschaftsgesetz eingesetzt. Dabei habe ich immer  betont, dass ich es problematisch finde, für eine Minderheit eine eigene Gesetzgebung zu machen. Was wir politisch durchsetzen konnten ist ein Kompromiss, der immerhin homosexellen und lesbischen Paaren einen rechtlichen Schutz gewährt.

Werden Sie in Ihrem Umfeld lesbische und heterosexuelle Frauen gleichermassen fördern?

Für mich steht Frauenförderung im Vordergrund - dabei werde ich keine Differenzierung machen zwischen lesbischen und heterosexellen Frauen.
In Unternehmungen oder in der Verwaltung stehen die Motivation, die Chancengleichheit für Kaderpositionen sowie Weiterbildungen im Vordergrund. 
Dazu kommt der ganze Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie - das bedeutet, dass ich mich für entsprechende Arbeitszeitmodelle einsetze, für Kinderbetreuungsmöglichkeiten und auch für die Unterstützung von Kindern.  

Geben Sie allen Frauen die Möglichkeit, ihre Identitäten selbstverständlich zu erkennen zu geben?

Im Sinne des Artikels 8 der Bundesverfassung darf niemand wegen seines Geschlechts und auch seiner sexuellen Ausrichtung diskriminiert werden. Aus diesem Grund soll eine lesbische Identität im beruflichen Kontext keinerlei Nachteile haben.

mit bestem Gruss aus der hektischen Wandelhalle
Ruth Genner

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