USA: good news and bad news

06.11.2008 - 20:22 Uhr

Da könnten wir uns doch freuen über die Wahl von Barack Obama, die hoffentlich für viele, auch für die gesamte LGBT-Community, positive Veränderungen bringen wird!

Doch leider haben sich die WählerInnen in allen drei Staaten, in welchen am selben Tag über die Ehe für Homosexuelle abgestimmt wurde, gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ausgesprochen. In den Staaten Kalifornien, Arizona und Florida wird nun in der Verfassung festgeschrieben, dass die Ehe nur zwischen Mann und Frau erlaubt ist. Sowohl in Kalifornien wie auch in Florida wurden die BefürworterInnen nur ganz knapp überstimmt.

Andererseits haben drei der vier schwulen und lesbischen KandidatInnen für das Repräsentantenhaus das Rennen gemacht.

In Massachusetts hat Barney Frank seinen Sitz ganz klar verteidigt: Mit 68% vertrauen ihm mehr als zwei Drittel der WählerInnen auch für die nächsten vier Jahre. Frank ist seit 1981 ununterbrochen im amerikanischen Kongress und derzeit Vorsitzender des Finanzausschusses.

Ähnlich hoch auch der Vorsprung von Tammy Baldwin in Wisconsin. Sie konnte sogar 69% der Stimmen auf sich vereinigen. Sie wurde 1998 als erste offen lesbische Abgeordnete ins Repräsentantenhaus gewählt und konnte ihren Sitz seitdem vier Mal verteidigen.

Ebenfalls einen haushohen Vorsprung konnte Jared Polis für sich verbuchen. Der 33jährige Polis hat mit dem Betrieb von Online-Shopping-Seiten ein Millionenvermögen gemacht, bevor er sich entschloss, in die Politik zu gehen. Er ist der erste Mann, der als offen schwuler Kandidat ins Repräsentantenhaus gewählt wird: Frank beispielsweise outete sich erst sechs Jahre nach seiner ersten Wahl.

Keine Chance auf einen Sitz in Washington hatte Linda Ketner. Die Newcomerin aus South Carolina kam zwar recht knapp an den Amtsinhaber Henry Brown heran, zum Schluss reichten 47% der Stimmen aber doch nicht zum Sieg. Quellen: Tageszeitungen/ggg.at/LOS

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