![]() |
|
|
UNO Generalversammlung: 66 Staaten verurteilen Übergriffe wegen sexueller Orientierung und Identität19.12.2008 - 11:46 Uhr
UNO Generalversammlung: Menschenrechte gelten für alle
66 Staaten verurteilen Übergriffe wegen sexueller
Orientierung und Identität
Die Prinzipien der allgemeinen Menschenrechtserklärung gelten
für alle, ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung und Identität. 66 Nationen
haben am 18. Dezember an der UNO-Generalversammlung in New York ein
entsprechendes Statement unterstützt. Dies ist das erste Mal, dass ein
Statement, welches Rechtsmissbrauch gegen Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuelle
thematisiert, der UNO-Vollversammlung vorgelegt wurde.
Das Statement erhielt Unterstützung aus fünf Kontinenten, sechs
afrikanische Staaten eingeschlossen. Argentinien hatte das Statement
eingebracht, eine überregionale Staatengruppe, darunter Brasilien, Kroatien,
Frankreich, Gabun, Japan, die Niederlage und Norwegen, koordinierte die
Unterzeichnung des Entwurfs.
Realität in allen Staaten der Welt
Die 66 Staaten bekräftigten "Das Prinzip der Nicht-Diskriminierung, das verlangt, dass die Menschenrechte gleichermassen für alle Menschen gelten, ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung oder Identität". Sie zeigten sich "tief betroffen über die Verletzung von Menschenrechten und fundamentalen Freiheitsrechten im Zusammenhang mit sexueller Orientierung und Identität", und hielten fest, dass "Gewalt, Schikanierung, Diskriminierung, Ausgrenzung, Stigmatisierung und Vorurteile aufgrund der sexuellen Orientierung und Identität in allen Ländern der Welt" Realität seien. Das Statement verdammt Tötung, Folter, willkürliche
Freiheitsberaubung, "Entzug der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen
Rechte, eingeschlossen des Rechts auf Gesundheit". Die teilnehmenden Staaten
fordern alle Nationen auf, "die Menschenrechte aller Personen, ungeachtet ihrer
sexuellen Orientierung und Identität, zu fördern und zu schützen und alle
Bestrafungen aufgrund der sexuellen Orientierung und Identität zu beenden.
Nach Einschätzung der Internationalen Organisation der Homo-,
Bi-, Trans- und Intersexuellen (ILGA) steht Homosexualität in über 72 Staaten
unter Strafe. Die Mehrheit dieser Strafrechtsbestimmungen ist eine
Hinterlassenschaft der Kolonialmächte (http://www.hrw.org/en/reports/2008/12/17/alien-legacy-0 ).
Gegeninitiative der islamischen Staaten
Den Unterzeichnerstaaten erwuchs starke Opposition durch eine Gruppe von Regierungen, welche regelmässig versuchen, UNO-Initiativen zu blockieren, welche Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit sexueller Orientierung und Identität thematisieren. Der Gegentext hinter dem die Organisation der Islamischen Konferenz steht, wurde von 60 Staaten gezeichnet. Der Text bekannte sich zwar ebenfalls zu den Prinzipien der Nichtdiskriminierung und Gleichheit, schloss aber den Versuch "bestimmte Personen" mit einzubeziehen aus. Kurswechsel im Vatikan
Auch der Vatikan hatte zuerst scharfen Widerstand gegen das
Statement signalisiert, was harsche Kritik von Menschenrechtsorganisationen aus
der ganzen Welt nach sich zog. Nun hat der Vatikan einen deutlichen Kurswechsel
vollzogen und aufgerufen, Strafrechtsbestimmungen gegen homosexuelle Lebensweise
weltweit abzuschaffen.
Die Unterzeichnerstaaten sind
Albanien, Andorra, Argentinien, Armenien, Australien,
Österreich, Belgien, Bolivien, Bosnien Herzegowina, Brasilien, Bulgarien,
Kanada, Kap Verde, Zentralafrikanische Republik, Chile, Kolumbien, Kroatien,
Zypern, Tschechien, Dänemark, Ecuador, Estland, Finnland, Frankreich, Gabun,
Georgien, Deutschland, Griechenland, Guinea-Bissau, Ungarn, Island, Irland,
Israel, Italien, Japan, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta,
Mauritius, Mexiko, Montenegro, Nepal, Niederlande, Neuseeland, Nicaragua,
Norwegen, Paraguay, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Sao Tome and
Principe, Serbien, Slowakien, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Mazedonien,
Ost-Timor, Grossbritannien, Uruguay, und Venezuela.
(Quelle: Human Rigths Watch, Übersetzung/Bearbeitung Dt: PINK CROSS) |
© 2001 - 2010 WyberNet Schweiz - gay business women |



