Grossbritannien: eine Frau als Daddy
05.03.2009 - 10:35 Uhr
Was absurd tönt, wird in Grossbritannien bald Realität. Ab April können Mütter von Retortenbabys praktisch jede Person als Vater ihres Kindes eintragen.
In Grossbritannien dürfen sich Frauen künftig auch ohne festen Partner einen im Reagenzglas mit gespendetem Sperma gezeugten Embryo einpflanzen lassen. Als Vater können sie dann fast jede erwachsene Person eintragen lassen, wie die beste Freundin oder die lesbische Partnerin. Der oder die Glückliche muss mit seiner/ihrer Unterschrift in die Vaterschaft einwilligen und dann auch elterliche Pflichten wahrnehmen, also etwa für den Unterhalt des Kindes mitbezahlen. Das britische Parlament hat ein entsprechendes Gesetz beschlossen, wie diverse britische Medien berichteten. Es tritt bereits am 6. April 09 in Kraft.
Während englische Feministinnen und Lesbenorganisationen dieses Gesetz als fortschrittlich feiern, hat es im Parlament für gehässige Debatten gesorgt. Unter anderem befürchten die Kritiker des Gesetzes den Niedergang der traditionellen Familie. Nun wird debattiert, ob auf der Geburtsurkunde statt «Vater» wenigstens «zweiter Elternteil» stehen könnte. Quelle: 20 Minuten
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