Türkei: Mord an Transgender-Aktivistin in Istanbul

18.03.2009 - 11:41 Uhr

Nach dem Mord an der Transgender-Aktivistin Ebru Soykan zeigt sich die deutsche Hirschfeld-Eddy-Stiftung tief besorgt über die Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender in der Türkei.

Human Rights Watch zufolge wurde Ebru Soykan, eine bekannte Transgender-Aktivistin und Menschenrechtsverteidigerin, am 10. März in Istanbul ermordet. Siehe auch: http://www.hrw.org/en/news/2009/03/12/turkey-transgender-activist-murdered. Ebru Soykan war Mitglied von Lambda Istanbul, deren Verbot erst Ende 2008 vom Obersten Gerichtshof in Ankara aufgehoben worden war. 

Bereits im Juli 2008 war in Istanbul der Student Ahmet Yildiz erschossen worden. Auch er hatte sich bei Lambda Istanbul engagiert. Die türkischen Behörden haben sich in beiden Mordfällen trotz wiederholter Morddrohungen nicht ausreichend um den Schutz von Ahmet Yildiz und Ebru Soykan gekümmert. 

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung hat sich am 16 März an den Botschafter der Republik Türkei in Deutschland gewandt. Sie fordert eine Intensivierung der Aufklärungsbemühungen in beiden Mordfällen. Der Botschafter wird in dem Brief aufgefordert, sich bei der Regierung dafür einzusetzen, dass türkische Behörden die Sicherheit von LGBT Menschenrechtsverteidigenden garantieren. 

Organisationen wie Lambda Istanbul, die sich um den Abbau von Vorurteilen und Hass bemühen, müssen Unterstützung bekommen. Deshalb ruft die Hirschfeld-Eddy-Stiftung auch weiterhin zu Spenden für Lambda Istanbul auf. Hier kann unter dem Stichwort Istanbul online gespendet werden: http://www.hirschfeld-eddy-stiftung.de/index.php?id=43

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