Bern: Grosse Kampagne gegen Lesben- und Schwulenhass

01.05.2009 - 11:19 Uhr

«Schwule Sau!»: Solche und ähnliche Beleidigungen müssten gleichgeschlechtlich Liebende schon von klein auf ­hören, bedauert Thomas Hottinger von der Homosexuellen Arbeitsgruppe Bern HAB. «Neben psychischer Gewalt kommt es auch zu körperlichen Übergriffen», weiss er. Über das Beratungstelefon Rainbow ­Line melden sich unter 0848 80 50 80 ständig neue Opfer, die von Schwulenhassern verprügelt wurden.

Die Berner Lesben- und Schwulenorganisationen gehen deshalb in die Offensive: Ab nächster Woche hängen in den S-Bahnen und Postautos Plakate, die für Toleranz werben. «Anlass dazu ist der internationale Tag ­gegen Homophobie am 17. Mai», erklärt Hottinger. «Die Kampagne ist bewusst zurückhaltend gestaltet, weil wir sie den Verkehrsbetrieben zur Genehmigung vorlegen mussten.»

Die Harmonie der auf den Plakaten porträtierten Paare soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Schwule und Lesben kämpferischer denn je gegen Diskriminierungen und Schikanen vorgehen. «Das Thema Homophobie muss schon vom Kindergarten an thematisiert werden», sagt Hottinger, «wir fordern, dass es auf allen Schulstufen in den Lehrplan aufgenommen wird.» Quelle: www.lesbian.ch



Werbung

Zur Website dieses Partners Zur Website dieses Partners Zur Website dieses Partners
 

nach oben