Litauen: dringender Aufruf von Queer Amnesty
17.09.2009 - 09:57 Uhr
Das litauische Parlament will jegliche öffentliche Äusserung von Homosexualität
verbieten. Nachdem es bereits im Sommer ein Gesetz angenommen hatte, das
Informationen über Homosexualität aus den Schulen verbannte, drohen nun weitere
gesetzliche Verschärfungen.
Bereits am 14. Juli 2009 hat das litauische
Parlament (Seimas) ein «Gesetz zum Schutz von Minderjährigen gegen die
schädlichen Wirkungen öffentlicher Information» verabschiedet. Dies trotz
lautstarker internationaler Proteste namentlich von Amnesty International, und
trotz eines Vetos des litauischen Präsidenten.
Das Gesetz verbietet
jegliche Information über Homosexulität, falls diese Information Kindern und
Jugendlichen zugänglich ist, und stellt Informationen über schwullesbische
Lebensformen auf die gleiche Ebene wie Gewaltpropaganda und Horrordarstellungen.
Das Gesetz wurde weitherum kritisiert als institutionalisierte Homophobie und
als Verletzung der Rechte auf freie Meinungsäusserung und auf
Nicht-Diskriminierung. Dennoch tritt dieses Gesetz am 1. März 2010 in
Kraft.
Bitte unterzeichnet den Protestbrief an den Justizminister von
Litauen und leitet den Aufruf weiter!
http://queeramnesty.ch/docs/Litauen_lgbt_Musterbrief_en_Sept_09
Quelle:
Queer Amnesty
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