Uganda will Homosexualität kriminalisieren

10.11.2009 - 12:28 Uhr

Das Parlament von Uganda hat ein Gesetz zur Einführung vorgeschlagen, das Homosexuelle kriminalisieren soll. Dieses Gesetz macht Homosexualität zu einer strafbaren Lebensweise, die mit dem Tod bestraft werden kann. Der Tatbestand wird sogar ausgeweitet und soll auch die "Werbung für Homosexualität" oder die Unterstützung von Homosexualität umfassen. Jedes Engagement für Homosexuelle, auch AIDS-Prävention oder Hilfe für Menschen mit HIV, würde somit faktisch verboten. Auch für auf diese Weise engagierte Menschen drohen Haftstrafen von bis zu sieben Jahren.

Der ugandische Minister für Ethik und Integrität, Dr. James Nsaba, behauptet schon seit längerem, dass dieses Gesetz unbedingt nötig sei, um Lesben und Schwule sofort für schuldig erklären zu können. Der Widerstand gegen dieses Gesetz konzentriert sich auf die Organisation Sexual Minorities Uganda SMUG und sie braucht unbedingt Unterstützung - auch diese Organisation würde mit dem neuen Gesetz verboten und alle UnterstützerInnen könnten verklagt werden.

Aus diesem Grund ruft SMUG die weltweite Community dazu auf, gegen dieses grausame Gesetz zu demonstrieren.

Demo in Genf: Für heute Dienstag, 10. November 2009, 17.00 Uhr, rufen die JUSO zu einer Demonstration vor der Botschaft Ugandas in Genf (Rue Antoine Carteret) auf [www.gaynossinnen.ch].

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