USA: Urteil für die Homo-Ehe
11.07.2010 - 14:59 Uhr
Die Befürworter des Rechts von Homosexuellen auf einen Eheschluss in den USA haben vor Gericht einen Sieg errungen. Ein Bundesgesetz aus dem Jahr 1996, das die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert, sei verfassungswidrig, urteilte ein Bundesrichter in Boston.
Richter Joseph Tauro entschied in zwei Fällen, in denen das Gesetz angefochten worden war, im Sinne der KlägerInnen. Schwulen und Lesben in gleichgeschlechtlichen Ehen dürften die vom Staat gewährten Vorteile und Leistungen für Verheiratete nicht vorenthalten werden, urteilte er. Dies jedoch sieht das umstrittene Bundesgesetz vor. Der Richter urteilte, die Bundesregierung greife dadurch in die Rechte der einzelnen Gliedstaaten ein. Diese dürften selbst definieren, was sie unter einer Ehe verstünden.
In fünf Teilstaaten sowie in der Hauptstadt Washington sind gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt. Quelle: NZZ
|